Stress

Sina Dim Obi

Heilpraktikerin

 

Stress

Physische und psychische Auswirkungen von Stress

 

Stress zeigt sich, wie bereits erwähnt, unterschiedlich. Tatsächlich gibt es sog. positiven Stress, den Eu-Stress. Hierunter wird die individuell empfundene aufregende Anspannung verstanden, die bspw kurz vor einer ersehnten Situation auftritt.

Der erste Schultag ebenso wie der erste Kuss, das Erhalten eines Geschenkes, ein Torschuss oder das Freischwimmabzeichen etc. Dem Eu-Stress gegenüber steht der Dis-Stress, der meist mit negativen Befürchtungen und Gefühlen von Angst und Bedrohung verbunden ist.

Beide Arten von Stress wirken auf den Körper in gleicher Weise. Bei beiden zeigt sich eine Reduktion des Hungergefühls und der Verdauungstätigkeit, Anstieg von Cortisol und Adrenalin, Herabsetzung der Schmerzempfindlichkeit, höhere Körperspannung, um nur einige Körperreaktionen zu nennen.

Unterschieden wird allein durch die individuelle Bewertung einer Situation und die psychische Auswirkung im Rahmen der kognitiven Verarbeitung. Freudige Aufregung wird positiv bewertet und damit in der Amygdala als schönes Erlebnis „abgelegt“.

Bei einer negativen Situation, steht die Bedrohung des Selbst im Vordergrund und wird kognitiv meist als „zu vermeiden“ „abgelegt“.

 

In kritischen Situationen werden alle notwendigen Kräfte mobilisiert. Positive Auswirkungen auf das Gehirn und das Denken bestehen in einer Beschleunigung der Hirnaktivität, einer verbesserten Aufmerksamkeit, einer Verbesserung der kurzfristigen Urteilsfähigkeit und des Gedächtnisses sowie der Fähigkeit, schnelle Entscheidungen treffen zu können, aus dem „Überlebenstrieb“ heraus.

Relevant ist hierbei die individuelle Selbsteinschätzung.

Wurden eine Vielzahl von gut bewältigten Ereignissen „gesammelt“, entsteht eine höhere Zuversicht der Selbstwirksamkeit, als wenn eine Aneinanderreihung von Scheitern als innere Überzeugung vorhanden ist.

 

Negative Wirkungen von Stress bestehen dann, wenn der Stress im Körper bleibt, d.h. nicht abgebaut (ausagiert) wird oder werden kann. Hier fehlt es an Handlungsmöglichkeiten, dem Stress zu begegnen. Es entsteht ein Gefühl des „Ausgeliefertseins“, was existentiell bedrohlich wirkt und über lange Jahre auch ist.

 

 

Die Folgen machen sich vor allen Dingen in drei Bereichen bemerkbar:

 

Erstens der Verschlechterung der körperlichen Gesundheit durch

1.Magenbeschwerden bis hin zum Magengeschwür

2.Herz- und Gefäß- und Kreislauf Erkrankungen

3.geschwächtes Immunsystem, das zu wiederkehrenden Erkältungen oder sonstigen Krankheitsanfälligkeiten führt

4.Hauterkrankungen und Allergien ...

 

Zweitens in einem langfristig niedrigen Leistungsniveau mit

 

1.verminderter Konzentrationsfähigkeit

2.erhöhter Vergesslichkeit

3.reduziertem Urteilsvermögen

4.einem anhaltenden Gefühl von Mattheit und Schwäche

5.erhöhtem Schlafbedürfnis bei mangelnder Erholungsfähigkeit...

 

Drittens verändern sich Verhaltensmuster:

 

1.unter Dauerstress werden häufig ungesundes Ess- und Trinkverhalten entwickelt

Fast-Food, Essen bei Aktivitäten – vor dem Fernseher

2.Vermehrung von Fehlern durch geringere Flexibilität

3.erhöhte Aggressivität mit impulsivem Verhalten

4.geringe Frustrationstoleranz

5.Fahrigkeit und Desinteresse

6.Depressives Verhalten – „Versagensverhalten“ durch sinkendes Selbstwertgefühl

 

Durch eine Vielzahl von Studien konnte belegt werden, dass viele Erkrankungen und Verhaltensstörungen im Zusammenhang mit Stress zu sehen sind.